Häufige Erkrankungen bei Parkettlegern

Als Parkettleger ist man besonders häufig von folgenden Schäden betroffen

  • Hauterkrankungen an den Händen und Armen (z.B. durch Epoxidharz, 2-Komponentig)
  • Rückenschäden im Lendenbereich (durch das Schleppen von Maschinen)
  • Atemwegserkrankungen durch Holzstäube

Besonders wichtig ist dies zu erwähnen, weil z.B. Parkettfirmen in ganz Deutschland, bzw. deren Mitarbeiter extremen Belastungen ausgesetzt sind. Die körperlichen Zwangshaltungen, welche bei der Arbeit als Parkettleger eingenommen werden müssen, sind für den Rücken aber auch vor allem für die Knie eine extreme Belastung.

Häufige Erkrankungen bei Fliesenlegern

Als Fliesenleger ist man besonders häufig von folgenden Krankheiten betroffen

  • Knieschäden (Miniskus)
  • Rückenprobleme im Lenden- und Halswirbelbereich
  • Atemwegserkrankungen durch Zementstaub
  • Hauterkrankungen durch häufigen Kontakt mit Zement, Fliesenkleber etc.

Dringend nötig: die große Pflegereform im Bauhandwerk

Das Bauhandwerk ist reif für eine Reform im Bereich der Pflege. Bauhandwerker sind zunehmend Risiken ausgesetzt, die sie im Alter nicht mehr selbst abdecken können. Dies fängt z.B. bei einfachen Beschwerden im Kniebereich an, und endet bei schweren Bandscheibenschäden die v.a. im unteren Rückenbereich auftreten.

Ursachen für die typischen Beschwerden im Bauhandwerk

Die meisten Handwerker, die im Bauhandwerk oder auch im Innenausbau tätig sind, heben und tragen jeden Tag schwere Lasten. So sind z.B. das Heben von mehreren Dutzenden Kilo schweren Gegenständen oder Maschinen in den meisten Handwerksberufen an der Tagesordnung. Ob dies den Vorschriften der Baugenossenschaften entspricht ist den meisten Handwerksbetrieben nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass die Arbeit am Abend fertiggestellt ist – wie, ist sekundär.

Die häufigsten Altersbeschwerden von Bauhandwerkern sind:

  • Rückenprobleme – v.a. im Lendenbereich
  • Steife gelenke – v.a. die Kniegelenke
  • Atemwegserkrankungen als Spätfolge von Lösungsmitteldämpfen
  • Hauterkrankungen (z.B. die sog. „Maurerkrätze“)
  • Parästhesien, oft im Zusammenhang mit Bandscheibenschäden

Wie könnte diesen Schäden im Berufsalltag vorgebeugt werden?

In den letzten 10 Jahren sind viele Hilfsgeräte auf den Markt gekommen, welche den Bauhandwerkern z.B. das Tragen von schweren Lasten abnehmen sollen. So gibt es z.B. elektrische Sackkarren, welche bis zu 140 Kg schwere Lasten/Maschinen oder ähnliches vollautomatisch die Treppen hinauf fahren.

Der Handwerker muss hierzu nur die Maschine bedienen, bzw. lenken

Weitere Innovationen gibt es z.B. im Bereich der Knieschoner. Diese werden mittlerweile aus sehr hochwertigem Material gefertigt, welches sich der Form der Kniegelenke optimal anpassen und so auch seitlich optimalen Schutz und Halt bieten.

Möglichkeiten zum Hautschutz

Häufig treten im Alter auch Hautkrankheiten bei Bauhandwerkern auf. Berühmt ist hierbei z.B. die sog. „Maurerkrätze“, welche bei Maurern, Stuckateuren usw. auftritt. Hersteller für Arbeitsschutz-Ausrüstung haben es sich zur Aufgabe gemacht, Spezialhandschuhe herzustellen, welche den Bauhandwerker z.B. beim Anrühren von Spachtelmasse oder Gips vor Hautkontakt mit den Baustoffen zu schützen.